Als Gestalter von Formen und je nach Wahl des bearbeiteten Materials, hier und in der Regel Holz und Metall, bleibt Richard Deacon (1949) der künstlerischen Sprache der Neuen Englischen Bildhauerei der 80er Jahre treu. Jedes seiner Werke unterliegt der Spannung und den Zwängen von Volumen und Perfektion. Die beiden ausgestellten Skulpturen behaupten sich in kontinuierlicher Ausdehnung und umfassen in ihrer luftigen Dreidimensionalität den Raum. Ihre Gestalt erscheint eher als Fläche bzw. als Kontur denn als massive Form. Der in sich geschlossenen Struktur von Eight (1997) wird Untitled (1980) entgegengesetzt, das sich wie mit metallischer Starrheit nach außen hin öffnet. Zugleich synthetisch und organisch, bleibt die Skulptur völlig autark in ihrem Wesen und ihrer Wahrnehmung.

Eight

Richard Deacon
Eight, 1997
Buche mit Hilfe von Dunst gekrümmt
185 x 390 x 140 cm
Sammlung Mudam Luxembourg
Apport FOCUNA
Ankauf 1998
© Foto: Rémi Villaggi

Untitled

Ansicht der Ausstellung Eldorado Mudam Luxembourg 01/07/2006 - 20/11/2006

Richard Deacon
Untitled, 1980
Bois laminé et rivets
300 x 290 x 290 cm
Ankauf 1996
Sammlug Mudam Luxembourg
Apport FOCUNA
© Foto: Rémi Villaggi